WASH-Workshop für und von lokalen Wasserexperten auf den Philippinen

WASH-Workshop für und von lokalen Wasserexperten auf den Philippinen

Seit drei Jahren bildet das deutsche WASH-Netzwerk lokale Partnerorganisationen der Netzwerkmitglieder in den Regionen Afrika, dem Nahen Osten und Asien in Workshops zum Thema Wasser- und Sanitärversorgung in der Nothilfe aus. arche noVa war gemeinsam mit seinem philippinischen Partner Food for the Hungry gastgebende Organisation eines dieser Workshops vom 17.-22. Juli 2017 in Tacloban (Philippinen).

Ganztägiger Ausflug der Workshop-Teilnehmenden in das Projektgebiet von arche noVa

Weltweit leben 47 Prozent der Bevölkerung ohne angemessene Sanitärversorgung, wobei Menschen in ländlichen Gebieten weniger versorgt sind als in urbanen Zentren. Wie wichtig Wasser- und Sanitärversorgung ist, wird besonders nach Katastrophen sichtbar.

Um unter schwierigen Bedingungen nach Katastrophen schnell reagieren zu können und den betroffenen Menschen Wasser und Sanitäranlagen zur Verfügung stellen zu können, sind Kenntnisse vom humanitären Hilfssystem ebenso wichtig wie das technische Know-how.

Der einwöchige Workshop „Wasser- und Sanitärversorgung in der Nothilfe“ bot einen Mix aus theoretischem Input und praktischen Übungen. So gab beispielsweise Mel Capistrano vom Asian Disaster Prepardness Center einen Überblick über Katastrophenvorsorge und die Teilnehmenden konnten in einer spielerischen Übung ihre Kenntnisse anwenden.

Eine der Herausforderungen bei der Wasser- und Sanitärversorgung ist die nachhaltige Nutzung der Anlagen. Diesem Thema konnten die Teilnehmenden bei einer Exkursion in der Region näher auf den Grund gehen. Bei der Exkursion wurden Schulen besucht, die mit der Unterstützung von arche noVa nach dem Taifun Hayan 2013 mit Wasserversorgungssystemen ausgestattet wurden. Die Workshopteilnehmenden konnten die Strukturen kennen lernen, wie der Betrieb und Erhalt der Anlagen gesichert ist.

Neue Trends im humanitären Sektor wurden ebenso angesprochen. Rona Ramos von OXFAM stellte ein marktbasiertes Programm zur Sanitärversorgung vor, welches sehr lebhaft diskutiert wurde.

Für alle 25 Teilnehmenden aus sieben asiatischen Ländern hatte die Möglichkeit des Austausches und des Lernens voneinander einen sehr hohen Stellenwert. „In unserer täglichen Arbeit sind wir ständig mit unterschiedlichen Herausforderung konfrontiert. Da ist es sehr hilfreich, zu hören, wie andere Organisationen damit umgehen und eventuell bereits Lösungsansätze entwickelt haben“, sagt eine Teilnehmerin.

Der Workshop wurde gemeinsam mit der German Toilet Organization durchgeführt. Er ist Teil eines Projektes zur Umsetzung der deutschen WASH-Sektorstrategie des WASH-Netzwerkes und wird von Auswärtigen Amt gefördert.